Berichte von den Frauenseminaren

Frauenseminar am 13. Juni 2009 in Wernigerode

Wernigerode − Die bunte Stadt am Harz

Endlich war es soweit: Unser diesjähriges Frauenseminar stand an und das sollte im schönen Harz-Städtchen Wernigerode stattfinden. Ich durfte das erste Mal teilnehmen und war schon neugierig auf diesen Tag. Aus den Berichten der letzen Jahre wusste ich, dass es sicher ein aufregender und vor allem interessanter Tag werden würde. 
Für mich hieß das aber erst einmal wie an jedem Arbeitstag kurz nach 5 Uhr aufstehen, denn um halb zehn sollte es ja losgehen. Egal, ich stand also auf und der Tag begann viel versprechend: Die Sonne lachte mir trotz aller Erwartungen entgegen. So bin ich dann auch mit einem Lächeln im Gesicht in mein Auto gestiegen, hab beim Navi angestellt (zum Glück gibt es ja heute so etwas) und hab mich entspannt und voller Vorfreude auf meinen 2-einhalb-stündigen Weg nach Wernigerode gemacht. Die Fahrt dorthin war geprägt von kleinen, schönen Orten und kurvenreichen Straßen. Aber überall um mich herum waren Wald und Wiesen. Ich liebe es, durch die Natur zu fahren und so genoss ich bereits die doch etwas längere Anfahrt. 

In Wernigerode angekommen, fand ich − dank der Super-Vorbereitung von Marlies Kaspareit − auch schnell den öffentlichen Parkplatz auf dem wir unsere Autos abstellen wollten und lief gleich einigen unserer Frauen (und dem einzigen an diesem Tag anwesenden Mann) in die Arme.

Wie immer war man sehr erfreut, einander zu sehen und gemeinsam machten wir uns auf den Weg ins Harzer Kultur- und Kongresshotel. Dort angekommen suchten wir unseren Konferenzraum und wurden dann dort vom Rest unserer Truppe begrüßt. Insgesamt waren wir nun fast 30 Frauen. Es war, als sähe man seine Familie nach einer Ewigkeit wieder. Das ist auch so ein Punkt, warum ich Mitglied in unserem Verband geworden bin, obwohl ich nur am Rand (durch meinen Mann und ein paar Freunde) mit der Krankheit und den daraus resultierenden Problemen zu tun habe: Das Zusammengehörigkeitsgefühl ab der ersten Stunde des Kennenlernens!

Um 10 Uhr sollte also nun der Tag so richtig anfangen mit einem Vortrag von Frau Dr. Goedeke zum Thema „Gesund und fit in jedem Alter“. Mit einer kleinen Verzögerung ging es dann auch los. Fr. Dr. Goedeke hat schon so manches Mal einen Vortrag für unseren Landesverband gehalten und so wurde auch dieser ein voller Erfolg. Es ging um viele Dinge, die im Alltag unser Leben erleichtern können, aber hauptsächlich darum, wie man seine Gesundheit halten bzw. ein klein wenig verbessern kann.


Wernigerode 2009

Angefangen beim BMI, über Blutzucker, Impfungen, Zahnarztbesuch, Vitamine und Co bis hin zu neuen Therapieansätzen − um nur einige Punkte anzuschneiden. Der Vortrag (oder besser gesagt die gemeinsame Diskussionsrunde unter ihrer Leitung) war viel zum umfangreich, um ihn hier in aller Kürze wieder zu geben. Auf jeden Fall haben wir angeregt gelauscht und schließlich auch fleißig diskutiert. Frau Dr. Goedeke verstand es, uns in ihren Vortrag aktiv mit einzubinden und so wurde es informativ und auch sehr lehrreich. Wusstet ihr, dass man am Abend eiweißreiche Nahrung zu sich nehmen sollte oder dass man das Gemüse zum Naschen am Besten stifteln sollte − von wegen Verdauung und so? Nein, ich auch nicht. Aber glaubt mir, das war bei Weitem nicht das einzig Interessante. Leider ging die Zeit vorbei wie im Flug und wir stellten fest, dass der Vortrag noch mal 2 Stunden in Anspruch nehmen würde. Schade, aber unser Tag war ja durchgeplant und wir hatten noch andere Termine. Aber es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir einem Vortrag von ihr lauschen durften. Hier erst einmal ein kleines Dankeschön an Frau Dr. Goedeke!

Nach einem wunderbaren, reichhaltigen Mittagsbuffet mit Vorspeisen, Salaten, Hauptgängen bis übers Eis zum Nachtisch ging es los zum nächsten Termin: die Stadtführung durch Wernigerode. Unsere Begleitung wartete bereits vor dem Hotel und im strahlenden Sonnenschein machten wir uns auf, die Altstadt zu erkunden. Wir erfuhren, dass die Stadt über 800 Fachwerkhäuser hat und die meist schon restauriert und vor allem aber bewohnt sind, über 780 Jahre Stadtrecht hat, aber weitaus älter ist. Auch das in Wernigerode das schiefe Haus steht, davon konnten wir uns überzeugen. Es sind genau 16 cm Gefälle im Haus selber. Das wunderschöne Rathaus mit dem Wohltäterbrunnen direkt vor der Tür laden geradezu ein, wenn man eine romantische Hochzeit plant. Im Nu war dann auch die Zeit verflogen und wir kehrten im Hotel „Am Anger“ ein, um uns ein wenig auszuruhen und zu stärken.

Um 16 Uhr erwartete uns dann unser letztes Highlight: das Schloß Wernigerode. Mit der Schlossbahn fuhren wir mehr oder weniger bequem den recht steilen Berg hinauf. Oben angekommen löste sich unsere Gruppe in Grüppchen auf und wir erkundeten dieses Gelände auf eigene Faust. Ich war sehr überrascht, dass man von hier aus sogar einen tollen Blick auf den Brocken hatte und erfuhr, dass der Brocken der windigste Ort in Deutschland sei. Das Wetter war einfach nur traumhaft schön, die Sonne schien und so hatten wir besonders klare Sicht. Auf dem Gelände der Schlossanlage konnten wir uns so manches Interessante anschauen: das Atelier der Kostümbildner, den Eine-Welt-Laden und natürlich auch die beiden Souvenir-Läden nicht zu vergessen. Als es 17 Uhr schlug, flog dann sogar eine Hexe aus einem Haus heraus. Naja sie schwebte mehr, denn sie war wie der Kuckuck auf einer Schiene befestigt. Sie hatte das Hexen-Einmaleins perfekt auswendig gelernt und lachte uns am Ende nach aus (oder doch an?). Leider reichte auch hier die Zeit nicht, um alles ausführlich zu bestaunen und so blieben die Räumlichkeiten im Schloss selbst von uns diesmal unbesucht.

„Unsere“ Schlossbahn sammelte uns alle wieder ein und brachte uns wohlbehalten mit einer Extrarunde Stadtgeschichte und −besichtigung nach etwa 30 Minuten zu unserem Parkplatz. Tja und damit endete dieser wundervolle Tag und wir alle waren so ein ganz klein wenig traurig, dass die Zeit so verflogen war. Aber wir wissen ja, dass man sich immer zweimal (mindestens) im Leben sieht und freuen uns aufs nächste Jahr. Was da wohl auf uns zukommen wird? Naja, Marlies Kaspareit wird uns schon früh genug informieren. DANKE an dieser Stelle, liebe Marlies, und das nicht nur für diesen gelungenen Tag. 


Text: Ivonne Rammel

Frauenseminar am 24. April 2010 in Bad Suderode

Lieber Leon!

                                                                                                                                    Stendal, 27.04.2010

 

Am letzten Wochenende konntest Du leider nicht bei mir sein, da ich auf einem Seminar in Bad Suderode war.Das Seminar begann am Samstag erst ab 10 Uhr. Aber, um Hektik zu vermeiden, sind Marlies, Gisela und ich schon am Freitagnachmittag angereist. So konnten wir noch einen Stadtbummel machen, das erste Eis im Freien genießen und abends mal wieder Romme spielen. Während dieser Zeit trafen wir natürlich schon einige der anderen Mitglieder unseres Morbus Bechterew-Vereins.Nach einer kurzen Nacht und gemeinsamen Frühstücks ging es um 9 Uhr zum Kurzentrum, da dort das Seminar stattfand. Nach Verteilung von Infomaterial und Kassierung der Seminarkosten, ging es los. 
Den Vortrag hielt unsere allseits beliebte Frau Dr. Bärbel Goedeke. Ihr verdanken wir schon viele wissenswerte und interessante Vorträge, so auch an diesem Samstag, wo es um die staatliche Pflege und soziale Absicherung bei Pflegebedürftigkeit ging.

Der Vortrag war so interessant, dass die Zeit wie im Fluge verging. Um 12.30 Uhr hieß es dann „Hurra!!! Das Mittagessen ist da.” Doch wir brauchten nicht weit laufen: nur ab in den 1. Stock und hinten links und schon waren wir im Restaurant der Kureinrichtung.Man konnte zwischen 3 verschiedenen Speisen wählen. Ich probierte zum ersten Mal vegetarisches Essen… Es schmeckte toll!Um 14 Uhr war Wassergymnastik angesagt. Wir Bechtis und auch Frau Dr. Goedeke gaben uns große Mühe, eine „gute Figur” zu machen, was uns nicht immer gelang. Es führte oft zum Lachen. Na und! Lachen ist ja bekanntlich gesund.


Bad Suderode 2010

Nach gemeinsamem Kaffeetrinken gab es, wer mochte, noch eine Führung durch die Behandlungsräume der Kureinrichtung.Gegen 16 Uhr beendeten wir unser Treffen mit einem Blumenstrauß, großem Dankeschön an Bärbel sowie einem Gruppenfoto.

Dann hieß es „ Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Treffen.” Auf dem Rückweg hielten wir drei noch auf ein Eis „auf der Faust” in Colbitz an, und ließen den Abend mit einem gemeinsamen Abendessen in Dolle ausklingen.So, nun muss ich Schluss machen. Alles Weitere mündlich. 

Großes Bussi 

Deine Oma Rola

Das Frauenseminar unseres Landesverbandes in Bad-Schmiedeberg

Am Samstag, den 09.04.11 trafen wir uns zum Frauenseminar. Ich, Christina Treichel, hatte diesmal die Aufgabe übernommen, über mein Hobby, die Aquarellmalerei, zu erzählen. Zu meiner Unterstützung hatte ich meinen Zirkelleiter, Herrn Henky, eingeladen. Unser Hobby ist doch sehr umfangreich, wenn man es erklären möchte. Die Darbietung geht flüssiger, wenn es in Teamarbeit erfolgt. Von unserer Selbsthilfegruppe Coswig begleitete mich Ursula Lasch, ein Neumitglied, nach Bad Schmiedeberg. An diesen Tag zeigte sich das Wetter von der besten Seite. Mein Zirkelleiter staunte über die gute Organisation im Konferenzraum, angefangen von frischem Kaffee bis hin zum reichhaltigen Obstbuffet. Gut gestärkt legten wir los. Wir befestigten Bilder mit weißer Umrahmung an die rückwärtige Wand. Patafix ist eine gute Erfindung und war dazu bestens geeignet. Ich selbst hatte einige Bilder gerahmt mitgebracht, damit auch zu sehen war, wie unsere Arbeiten darin aussehen.
Die notwendigen Arbeitsmaterialien legte ich noch schnell aus. Nach kurzer Begrüßung begannen wir mit unserem Vortrag. 1994 wurde unser Malzirkel gegründet. Damals leitete der Kunstmaler Peter Konrad den Zirkel. Wir waren noch 8 bis 9 Personen, als ich 1997 zum Zirkel kam. Aus verschiedenen Gründen wurden es immer weniger. Zuletzt übernahm Herr Henky die Verantwortung und steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Bleistiftzeichnungen waren meine ersten Bilder. Schnell begann ich auch mit Aquarellfarbe. Man kann an Hand meiner Übungsbilder meine Entwicklung sehen. 
Es war eine gute Fügung, dass an diesem Tag nicht - wie geplant - die Einteilung in zwei Gruppen erfolgte, sondern alle Frauen gleichzeitig unseren Ausführungen folgten. Obwohl wir beim Sprechen abwechselnd das Wort hatten, brauchten wir doch ca. 2 Stunden und hatten „nur“ das Wichtigste erzählt. Für die Aquarellmalerei benötigt man Spezialpapier. Aquarellblöcke gibt es in verschiedene Größen und dazu in feiner oder grober Struktur. Die Seitenränder sind verklebt. Da Aquarellfarben wasserlöslich sind, würde sich sonst das Papier verziehen und wellig werden. 

Bad Schmiedeberg Bericht Christina

 

Pinsel sind ein wichtiges Arbeitsmaterial. Man kann sie in verschiedenen Größen kaufen. Ich selbst besitze Größen 1 bis 12. Sie sollten von guter Qualität sein, sowie eine schöne Spitze haben. Die teuren Pinsel bestehen aus Rotmarderhaaren. Sie sind fein und können viel Farbe aufnehmen. Es gibt aber Pinsel, wie Dachshaar, Feehaar, vom Schwein usw. Diese sind eine preiswertere Alternative. Mit 8 Grundfarben fängt man an. Man sollte vorher mit kleinen Übungen ausprobieren und nicht mehr als 2 Farben vermischen. Mit dem Pinsel darf man auch nicht von einer Farbe zur anderen gehen, denn so verunreinigt man die Farben. Aquarellfarben sind hochwertige Farben, die auch ihren Preis haben. Aber die Leuchtkraft und Lichtechtheit überzeugt gegenüber den Billigfarben vom Discounter. Die Farbpigmente sind bei den billigen Farben gestreckt und vergrauen schnell. Wenn wir mit einem neuen Bild beginnen, haben wir ganz bestimmte Vorstellungen. Das fängt mit der Motivsuche an. Man sammelt immer Motive aus Zeitungen, Kalendern, Katalogen und Fotografien. Blumen im Topf oder in der Vase, Gemüse oder Obst als Stillleben bringen wir uns mit. Obst wird anschließend verzehrt.  
In die Natur gehen und dort malen, das machen wir nicht. Aber einen Zettel oder einen kleinen Skizzenblock und Stift hat jeder immer bei sich. Eine Skizze ist schnell gemacht. Wir malen alles, was uns gefällig ist: Landschaften, Stillleben und Porträts. Bilder zum Verschenken oder per Auftrag malen wir auch. Der Farbauftrag nach der Vorskizze dauert länger. Wir malen mit unterschiedlichen Techniken. Vorher skizzieren wir unsere Motive auf das Papier. Je nach dem, was es werden soll, kann man die Lasurtechnik, die Verlauftechnik und die Naß-in-Naß-Technik anwenden. Kurz zu den Techniken. Lasurtechnik ist ein lasierender Farbauftrag, wo der Untergrund durchscheint. Die Verlauftechnik ist ähnlich. Sie verläuft vom kräftigen Farbverlauf zum durchscheinen. Bei der Naß-in-Naß-Technik wird die nasse Farbe auf den nassen Untergrund gesetzt. Die Farben verlaufen so ineinander. Verwendet werden bei uns alle drei Techniken. 
Kontraste spielen eine große Rolle. Da unsere Bilder gegenständlich sind, ist Licht und Schatten sehr wichtig. Die Perspektiven müssen auch stimmen. Je nach dem, was man malen möchte: das Objekt hat einen Eigenschatten, der Schlagschatten davon suggeriert festen Boden und verankert so das Objekt. In der Aquarellmalerei malt man von der hellen Farbe bis zum dunkelsten Farbton. Wo Licht auftrifft ist das Motiv hell. Das Motiv wirkt so räumlich. Aquarellbilder können nicht fotografisch sein. Hilfsmittel benutzen wir auch, wie Rubbelkreb oder Gummiarabicum. Es wird zum Abdecken des Untergrundes genommen, wenn der Hintergrund vom Bild großflächig farbig gemacht wird. Oder Feinheiten werden erst mal so von der Farbe ausgespart. 

Bad Schmiedeberg Bericht Christina_1

Gestalterische Ziele und Möglichkeiten über Bildkomposition und –aufbau bestimmt ein jeder selbst. Wichtig ist beim Bildaufbau Licht- und Schattenseite, es wirkt dann räumlich. Naturbilder haben einen Fluchtpunkt, die Ferne wird blass und kleiner als der Vordergrund dargestellt. Das Bild steigert sich mit der Farbintensität in mehreren Stufen, bis der Vordergrund ein klares kräftiges Motiv darstellt. Das Bild bekommt Tiefe. Herr Henky und ich zeigten verschiedene Motive, einen kleinen Teil unserer Arbeiten. Es machte uns viel Spaß und Freude. Auch freuten wir uns über die Einladung und das alles so gut angenommen wurde. Jede neue Ausstellung bestärkt uns, weiter zu machen. 

Großen Dank an Marlies Kaspareit im Namen meines Zirkels. Sie hat diesen schönen Tag möglich gemacht. Christina Treichel, Gruppe Coswig

Frauenseminar am 30. Juni 2012 in Merseburg

Unser diesjähriges Frauenseminar fand in Merseburg statt. Carola Köhler, unsere Frauenbeauftragte, wurde bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung des Seminars tatkräftig von Jürgen Wagner, Gruppensprecher der Gruppe Merseburg, unterstützt. Wir trafen uns am Samstag, den 30.06.2012, um 10 Uhr im AWO Bürgerhaus Merseburg. Wir Frauen reisten mit der Bahn oder per Pkw an. Der Wettermacher hatte wieder das beste Sommerwetter parat. Wie immer war die Freude groß, einander wiederzusehen oder neue Bechtifrauen kennenzulernen. 

Nach der Begrüßung durch Carola hatten wir einen sehr interessanten Vortrag. Thema war „Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht”. Herr Schiefendecker vom Betreuungsverein Merseburg e.V. machte uns mit der Thematik vertraut. Er machte uns dabei die Wichtigkeit derartiger Vorsorgemaßnahmen deutlich. Will doch keiner von uns, dass in einer Situation, wo man selber absolut hilflos ist, andere über das eigene Dasein bzw. Leben entscheiden. Keiner, außer mir selber, weiß doch, was ich wirklich will und wie ich mein Leben gestalten möchte! Es gibt so viele Entscheidungen, die bedacht werden wollen. Und damit man nicht in eine solche Lage gerät, ist es sehr von Vorteil bzw. eigentlich absolut notwendig, solche Verfügungen bzw. Vollmachten auszuarbeiten. Dabei ist es aber auch nicht damit getan, einfach nur irgendetwas anzukreuzen. Nein, man sollte sich schon ganz genau äußern, was man haben bzw. tun will und was nicht. Je deutlicher man dies schriftlich festhält, umso mehr Lebensqualität kann man dann noch haben. Am günstigsten ist es, wenn man die Verfügungen dann noch von einem Notar beglaubigen lässt. Bei der Beratung und dem Erstellen kann man sich aber auch Rat beim Betreuungsverein holen. Die zwei Stunden sind viel zu schnell vergangen. Die meisten der Gruppe haben von diesen Dingen schon gehört und wollten schon immer was machen. Nun ist diese Thematik nochmals in unser Bewusstsein vorgedrungen, dass diese Verfügungen und Vollmachten von größter Wichtigkeit sind. Danach ging es zum Mittagessen in die Bauernstube. Hier wurden wir mit guter Küche in Form von Schweine- und Rinderbraten dazu Spätzle, Kartoffeln und reichlich verschiedene Gemüse verwöhnt.

 

Nach dem guten, reichlichen Essen führte uns der Weg zum Domstift Merseburg. Dort erfuhren wir, dass Otto der Große am 10. August 955 des Tagesheiligen Laurentius anflehte, die Schlacht auf dem Lechfeld gegen die Ungarn zu gewinnen, mit dem Versprechen ein Bistum in Merseburg zu gründen. Ob der Heilige Laurentius Ottos Flehen erhört hat oder die kampferprobten Ritter und Gefolgsleute ihm den Sieg brachten, sei dahin gestellt. Aber 13 Jahre später ließ er sein Gelöbnis in die Tat umsetzen. So bekam Merseburg seinen Dom, den wir bis heute bestaunen können. Hier kann man hochrangige Stücke aus der Spätgotik und des Barockes bestaunen. Nach dieser beeindruckenden Führung durch den Dom zu Merseburg, der auch ein Teil der Straße der Romanik ist, kehrten wir zum Abschluss des sehr gelungenen Frauenseminars ins Kellergewölbe des Domherren Cafes zu leckerem Kaffee und Kuchen ein. Die Besitzer des Kaffees haben die ehemaligen Kellerräme wunderschön ausgebaut. 

Wir danken für den gut gelungenen Tag und freuen uns schon auf das nächste Frauenseminar.

Sonja Czoch
Gruppe Lutherstadt Wittenberg

Frauenseminar am 12.10.2013 in Tangermünde

Das diesjährige Frauen-Tages-Seminar unseres Landesverbandes fand ganz im Norden unseres Bundeslandes in Tangermünde statt. 
Unseren ersten Termin Anfang Juni mussten wir leider wegen der Jahrhundertflut verschieben. Zum Glück haben wir aber noch einen Ausweichtermin gefunden. Wir trafen uns im 2. Versuch am 12.10.2013 zu 10.00 Uhr in der Zecherei St. Nikolai in dem schönen Städtchen Tangermünde. 
Dort fanden wir einen Konferenzraum der ganz anderen Art vor, urische Atmosphäre zwischen Dielenboden und Holzbalken. Der Anreiseweg war für den überwiegend größten Teil von uns länger als zu anderen Seminarorten, doch die Teilnehmerzahl von 23 Personen bestätigte reges Interesse. 

Unsere schon lang angefreundete Referentin, Frau Dr. Bärbel Goedeke, überraschte uns wieder mit einem sehr praxisnahen und aufschlussreichen Vortrag zum Thema:„Schmerzbehandlung nicht nur mit Medikamenten“. Durch diesen Vortrag konnte jeder ganz individuell für sich seine Prioritäten zur Schmerzbe- wältigung neu abstecken und überdenken.

Nach dem diskussionsbereicherten Vortrag begaben wir uns eine Etage tiefer in den Gastraum der Zecherei St. Nikolai und nahmen zu einem Tafelschmaus in geselliger Atmosphäre Platz. Wir konnten sehr vielseitig und reichhaltig mit einem Dolch unser Mittagsmahl zu uns nehmen, was von dem einen oder anderen etwas Geschick erforderte. 

Gut gestärkt setzten wir uns im Anschluss zu einem Spaziergang oder Bummel durch das Städtchen in Bewegung, um gegen 14.00 Uhr eine 2-stündige Schifffahrt auf der Elbe zum Schloss Storkau zu erleben. Das Wetter meinte es gut mit uns, so dass man auch auf dem Deck des Fahrgastschiffes den frischen Fahrtwind genießen konnte. Während der Fahrt gab es für jeden ein Kaffegedeck mit hauseigenem Kuchen und natürlich die Möglichkeit zum privaten Erfahrungsaustausch. 

Nach Ankunft an der Anlegestelle versammelten sich die Seminarteilnehmerinnen zu einem Gruppenfoto. Danach trat der größte Teil der Teilnehmerinnen die Heimreise an, die gut organisiert durch Fahrgemeinschaften war. Für Interessierte wurde zum Ausklang des Seminars eine Wassergymnastikeinheit im „Aqua Fun“ in Tangermünde organisiert. Nach den Bewegungsübungen im Wasser endete unser Frauenseminar gegen 17.30 Uhr.

Ich denke ich spreche im Namen aller Teilnehmerinnen, dass es für uns ein erfahrungs- und erlebnisreicher Seminartag war.  

Text: Carola Köhler

 

Frauenseminar Sachsen Anhalt 2014

Endlich ist es wieder so weit. Die Frauen aus Sachsen-Anhalt trafen sich am 14.06.2014 in Dessau. Um 10.00 Uhr versammelten wir uns in den Räumlichkeiten des IHK Bildungszentrums und lauschten dem Vortrag von Dr. Gustav Martin Ecke , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie vom Kopfzentrum Leipzig , zum Thema - Schmerzbewältigung –Burnout –Depressionen. Der Vortrag war sehr interessant und es ist doch erstaunlich wie schnell man selbst in die Lage von Burnout und Depressionen geraten kann. Es wurde viel über die Schmerzbewältigung gesprochen. Das betrifft uns ja alle. Man darf sich von den Schmerzen nicht unterkriegen lassen und man soll auch nicht immer die Starke spielen. Es können ruhig auch die anderen wissen, dass es einem auch mal schlecht geht. Dr. Ecke betonte auch immer, dass Männer mehr leiden bzw. anders leiden als Frauen. Wenn Männer Schmerzen haben, bekommt es die ganze Welt zu erfahren. Bei Frauen ist das anders. 

Um 12.30 Uhr ging es dann zum Brauhaus und dort konnten wir uns bei einem leckeren Mittagessen stärken. Nach dem Essen wollten wir zur Entspannung in die Salzgrotte. Leider wurde dieser Besuch kurzfristig abgesagt, da ca. 1 Woche vorher Randalierer die Salzgrotte heimgesucht hatten und alles verwüstet wurde. Das war sehr schade. Denn alle hatten sich schon auf den Besuch in der Salzgrotte gefreut. Aber Carola hat einen sehr guten Ersatz in der kurzen Zeit gefunden. Da Bechti´s außer Begegnung und Beratung vorrangig viel Bewegung brauchen, brachen wir nach dem Mittagessen zu einer Stadtführung durch das alte Dessau auf. Das war richtig super, denn wenn ich nach Dessau fahre, gehe ich nur ins Rathauscenter shoppen. Aber die schönen alten Gebäude hatte ich bis dahin auch noch nicht gesehen. Nach der Stadtführung trafen wir uns alle noch einmal zu einem Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen. Es war wieder ein echt toller Tag. Wir bedanken uns bei Carola und allen die bei der Planung und Organisation mitgeholfen haben. Macht weiter so. 

Also, liebe Frauen die noch nicht dabei waren – ihr verpasst echt etwas. Kommt einfach im nächsten Jahr mit und ihr freut euch dann schon auf das nächste Treffen. 

Text: Beate Jäschke

Frauenseminar Sachsen Anhalt 2015

Vom Thema des 24. Arbeitstreffens des FrauenNetzWerkes „Zukunft Phytotherapie“ inspiriert, führte unser LV am 12.09.2015 ein Frauentagesseminar der ganz anderen Art durch. Wir konnten zu unserem Thema „Welche Heilkräuter können begleitend bei Therapien von Morbus Bechterew eingesetzt werden?“ eine engagierte Referentin gewinnen: Frau Sabine Priezel, die in ihrer eigenen Garten- und Kräuterschule namens „Querbeet“ in Wittenberg praktiziert. Sie ist Dipl.-Ing. für Gartenbau, Phytotherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Garten- und Landschaftstherapeutin. Da die Teilnehmerzahl von 27 Interessentinnen die Kapazität ihrer Kräuterschule überforderte, konnten wir uns in den Räumlichkeiten im Bürgerhaus der Stadt Wittenberg zusammenfinden. Besonderes Augenmerk legten wir auf das Kennenlernen von Pflanzen und Heilkräutern für einen guten, erholsamen Schlaf, der für uns als Betroffene eine große Bedeutung zur Entspannung der Muskulatur darstellt. Primär erfuhren wir auch Interessantes zur Regulierung von Stimmungsschwankungen und Wissenswertes zur Schmerzreduzierung, die, wie wir alle wissen, sehr individuell ist. Dazu hatte unsere Referentin eigens frisch geerntetes Anschauungsmaterial mitgebracht. So konnten wir riechen, tasten und probieren, wie so manches Kraut auch schmeckt. Wir bekamen auch die Möglichkeit geboten, selbst eine Tinktur herzustellen und ein Wurzelpulver zu mischen. Nach dem Mittagsmahl begaben wir uns auf nahe gelegene Wiesen, um dort die Pflanzen auch einmal in Natura betrachten und erkennen zu können. Während des Seminars kam es auch unter den Teilnehmerinnen zu einem regen Gedankenaustausch, da sich die eine oder andere schon mit Naturheilkunde befasst. Es war ein sehr lehrreiches Seminar, was die Teilnehmerinnen mehrmals bestätigten, und die hohe Teilnehmerzahl zeigte auch das große Interesse in die Richtung der Alternativmedizin. Wir freuen uns schon wieder auf das nächste Jahr und hoffen, dass sich noch mehr für diese Möglichkeit des Erfahrungsaustausches begeistern können. 

Kerstin Braune Gruppe Schönebeck

Vorsitzender / Geschäftsstelle
Rüdiger Schmidt, Auf der Mothe 36, 31711 Luhden, Tel: 05722 9050067, Fax: 05722 982411
E-Mail: vorsitz(at)dvmb-nds.de oder Geschaeftsstelle(at)dvmb-nds.de

Internetadresse: https://www.dvmb-nds.de,   örtliche Gruppen

Frauennetzwerk
Petra Furmanowski, Tel: 05331 855670
E-Mail: frauennetzwerk(at)dvmb-nds.de

netzwerk junge bechterewler
Steffen, Tel: 05381 491648
E-Mail: jugend(at)dvmb-nds.de

Frauenseminar in Halle am 28.05.2016

Ein sonniger Frühlingstag wurde uns dafür geschenkt. Pünktlich 10.00 Uhr startete unser Seminar im TRYP-Hotel in Halle an der Saale. Freundlich wurden wir von unserer Frauenansprechpartnerin des Landesverbandes Sachsen-Anhalt, Carola Köhler, begrüßt. Viele altbekannte Gesichter waren unter den Teilnehmern, aber auch die "Neuen" blickten erwartungsvoll diesem Tag entgegen. Das Frauenseminar stand unter dem Motto "Morbus Bechterew und das äußere Erscheinungsbild - Selbstvertrauen durch äußere Zufriedenheit ", ein Themenmix aus Farb- und Stilberatung sollte uns begleiten. Dieses überaus wichtige Thema für die Frauenwelt wurde den Teilnehmern von Jana Krause, einer professionellen Visagistin und medizinischen Kosmetikerin aus Halle, näher gebracht. Sehr schlicht, in schwarzem Shirt und Jeans und dezent geschminkt, trat Sie vor uns, im Hintergrund ein grooooßer Tisch mit allerlei Schminkutensilien. Frau Krause hatte eine Assistentin dabei, um dem Ansturm beim Schminken später gerecht zu werden. Eine kurze theoretische Einführung zum Thema und zu ihrer Person folgte und dann ging es schon los. Eine erste Dame wurde vorgebeten, bekam einen schwarzen Umhang um und wurde mit allerlei Farbtüchern in schlichten wie grellen Tönen behangen. Ziel war es heraus zu finden, welcher Farb-Typ bin ich überhaupt: Frühling/Sommer/Herbst/Winter? Die Farbe ist entscheidend, um den Mensch in Szene zu setzen, egal ob es um die Haarfarbe, die Kleidung oder das Makeup geht. Gemeinsam erarbeiteten wir an dieser Frau die Farbenwelt, was gar nicht so leicht war, aber mit der Zeit wurden wir immer besser. Nach und nach durften auch andere Teilnehmer auf den Stuhl. Es wurde viel gelacht, untereinander erzählt, ausgetauscht, das Thema wurde bestens angenommen. Eine kleine Kaffeepause durfte nicht fehlen, das Mittagessen war auch sehr lecker und zum Nachmittag erstürmten wir unter netter Anleitung den Schminktisch. Das Seminar wurde bei strahlendem Sonnenschein mit einem Gruppenbild beendet. Fazit: ein wunderbarer Tag zum Lachen und sich selbst entdecken. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Carola Köhler für die tolle Organisation. 

Jana Dammannn (Gruppe Dessau)

 

Premiere für das erste Wochenendseminar für Frauen in Sachsen-Anhalt

Vom 01.06. bis 03.06.2018 trafen sich 31 wissbegierige Teilnehmerinnen aus 9 Gruppen in dem historischen Hotel „Stadt Köthen“. Carola Köhler, Ansprechpartnerin unseres Landesverbandes, hatte zu diesem Treffen eingeladen. Am Freitag reisten alle Teilnehmerinnen bis 18 Uhr zum gemeinsamen Abendessen an. Anschließend stellten wir uns gegenseitig vor, lernten uns näher kennen und beim gemütlichen Zusammensein gab es die ersten netten Gespräche. Die Wiedersehensfreude war bei den Frauen besonders groß, die sich einige Jahre nicht gesehen haben. Das diesjährige Frauenseminar stand unter dem Thema „Bewusstheit durch Bewegung und Meditation“. Am Sonnabend waren zwei Therapieeinheiten geplant – Feldenkrais und Klangschalenmeditation. Dazu wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Feldenkrais war einigen aus einem früheren Frauenseminar noch bekannt. Klangschalenmeditation war allen neu. Frau Angela Müller, Feldenkraistrainerin aus Torgau führte uns in die Feldenkrais-Therapie ein, ihre positive Energie wirkte auch auf uns. Für viele war es eine neue und interessante Erfahrung, wie durch einfache Übungen die Rotation der Wirbelsäule verbessert werden kann. Kleine Übungen lassen sich gut in den Tagesablauf integrieren. Für die Festigung und zum Nachlesen empfiehlt Frau Müller unter www.feldenkraistorgau.de ins Internet zu schauen. Unter dem Link „Tipps“ sind diese Übungen zu sehen.Bei Fragen kann man sich direkt per E-Mail unter feldenkraistorgau(at)yahoo.de an Frau Müller wenden. Frau Heide Schiel, Dipl.-Sport- und Yogalehrerin aus Wolfen, machte uns in ihrer ruhigen und ausgeglichenen Art mit der Klangschalenmeditation bekannt. Sie erklärte uns die unterschiedliche Materialzusammensetzung ihrer drei Klangschalen und die Wirkung der verschiedenen Tonhöhen auf einzelne Körperregionen. Sie verstand es, uns bildhaft darzustellen, wie die Schallwellen auf den Körper wirken. In den Gruppen gab es dazu unterschiedliche Reaktionen. Einige hatten eine Tiefenentspannung bis zum Schlaf und die anderen hatten z.B. eine innere Unruhe bei besonders tiefen Tönen verspürt. Nach der letzten Therapieeinheit stand individuelle Freizeitgestaltung auf dem Programm. Im Vorfeld hatte sich unsere Ansprechpartnerin gut über die Stadt Köthen informiert und stellte einige Angebote für uns zusammen. Einige besuchten das Köthener Mediterraneum und fuhren zum Paschlewer Freizeithof, Andere vertraten sich die Füße und besichtigten den Schlosspark. Nach dem reichhaltigen Abendbüfett freuten wir uns auf eine “etwas andere Stadtführung“. Der Nachtwächter Schnabelschuh und die wachsame Wirtin Agnes zeigten uns in einer lustigen und humorvollen Artund Weies die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Köthen ist als Johann-Sebastian-Bach-Stadt bekannt. Neu für uns war das Wirken von Dr. Samuel Hahnemann, dem Vater der Homöopathie. Sehr amüsant waren die Berichte des Nachtwächters über den 2. und 3. Aufbau des Rathauses und die schon seit Jahrhunderten angewandte Handhabung von Fördermitteln. Er plauderte aus der Praxis, wie nach dem Sturz des Turmes der Kirche St. Jacob auf eine Schule, die wohlbekannten Fördermittel sogar für zwei Türme eingereicht und bestätigt wurden. Während der Stadtführung gab es immer wieder individuelle Gespräche der Frauen untereinander, die am späten Abend in den Gasträumen des Hotels fortgesetzt wurden. Mit dem gemeinsamen Frühstück am Sonntag beendeten wir das Seminar. Alle Teilnehmerinnen verabschiedeten sich zur Heimreise. Unser Dank gilt Carola Köhler für die gute Planung und Organisation, für den gut durchdachten Ablauf des Seminars, für die interessanten Therapien, für die kulturelle Umrahmung und die individuelle Betreuung, Wir fühlten uns rundum wohl. Das Wochenendseminar ist bei allen gut angekommen. Der persönliche Kontakt untereinander war intensiver. Immer wieder gab es Gelegenheiten, sich mit anderen auszutauschen. Für weitere Seminare dieser Art wurden von den Teilnehmerinnen schon Vorschläge unterbreitet. Es muss nun überlegt werden, was davon umsetzbar ist.

Gruppe Stendal

Berichte sind noch in Bearbeitung

Wegen der Corona-Pandemie konnten leider keine Veranstaltungen durchgeführt werden.

Endlich wieder Frauenseminar – auf der Huysburg, vom 23.07. bis 25.07.2021

Ach wie schön! Endlich konnten wir uns nach langer Corona-Pause wieder zum Frauen- Wochenend-Seminar treffen. Dank unserer engagierten Frauenansprechpartnerin lernten wir wieder einen wunderschönen Ort unserer Heimat Sachsen-Anhalt kennen, und zwar die Huysburg.

Das im 11. Jahrhundert von Abt Ekkehard gegründete Benediktinerkloster liegt im nördlichen Harzvorland unweit von Halberstadt. Hier kann man in einer sehr gepflegten und abgeschiedenen Anlage zur Ruhe kommen.
Am Freitag-Nachmittag wurden wir von Carola herzlich begrüßt. Jeder hatte eine individuelle Anreise und bezog sein Zimmer.
Wir erhielten von ihr den Ablaufplan für den nächsten Tag und ließen den Tag nach einem herzhaften Abendbrot bei gemütlichem Zusammensein ausklingen.
Da voriges Jahr unser Frauenseminar durch Corona ausfallen musste, hatten wir uns viel zu erzählen und auszutauschen, und wir waren froh, dass wir uns so zahlreich (25 Teilnehmerinnen) wiedersehen konnten.

Der darauffolgende Tag war von früh bis spät gespickt mit vielen interessanten Erlebnissen. Keines wollte man verpassen. Gleich nach dem Frühstück wurden uns von Angela Lang, einer ayurvedischen Therapeutin aus Magdeburg, Einblicke in Yoga gegeben: 1. Der Sonnengruß (zur Erdung und Mobilisierung), 2. Der Krieger (Kraft) und 3. Die Balance (Stand).
Danach waren wir alle sehr geschafft. Es sieht eindeutig leichter aus als es ist.
Im Anschluss darauf folgte eine Meditationseinheit.

Nach der Mittagspause folgte jedoch keine Mittagsruhe, daran war gar nicht zu denken.
Jetzt ging es mit unseren Gymnastikmatten unter dem Arm raus ins Freie auf die herrlich grüne Wiese neben dem Klostergarten, vorbei an einer wunderschönen Rabatte, welche mit Sonnenblumen, Zinnien, Dahlien und auch Zucchini bepflanzt war und von vielen Schmetterlingen heimgesucht wurden, so dass man sich gar nicht sattsehen konnte. Ich denke mal, es ging nicht nur mir so. Unter dem Schatten hoher Bäume bekamen wir nun einen Grundkurs, von Frau Angela Lang, in die Kunst des Thai Chi. Auch dies war wieder gar nicht einfach, weil man die gezielten Bewegungsabläufe nur sehr langsam durchführen darf.

Am Nachmittag folgte eine Führung durch die Kirche und die Klosteranlage. Der Rundgang endete in einem sehr schönen Säulensaal mit angeblich herrlicher Akustik. Dies wurde gleich einmal von uns mit dem Kanon „Bruder Jakob“ auf die Probe gestellt. Wir waren alle, einschließlich unserer Gästeführerin begeistert.

Nach dem so schönen Rundgang folgte dann das verdiente gemeinsame Abendbrot. Wer wollte, konnte danach noch am abendlichen Gebet der Mönche teilnehmen und dabei dann in Ruhe den Tag revuepassieren lassen und runterfahren.
Zum Abend versammelten wir uns im Hof der Burganlage zur gemeinsamen Feedbackrunde und äußerten unsere Vorstellungen und Wünsche in Bezug auf die Organisation unseres nächsten Treffens.

War das wieder schön. Und wem haben wir das zu verdanken, dass wir immer wieder tolle Orte sehen und so schöne Dinge erleben dürfen? Unserer lieben Carola, die ihre Zeit für uns opfert und all dies ermöglicht. Vielen Dank dafür!

 

 

 

 

 

Gabriele Winter

Gruppe Wittenberg