Meldung
Reisen bildet und hält fit
30 Jahre Gruppe Stendal
Therapeutische Studienfahrt nach Bad Kösen
Das 30jährige Bestehen der Gruppe Stendal nahmen wir zum Anlass, wieder in einer Reha-Klinik zu Gast zu sein, um die dortigen Behandlungsmöglichkeiten zu nutzen. Vom 11.05. bis 15.05.2026 unternahmen 8 Mitglieder eine Studienfahrt in die Reha-Klinik I in Bad Kösen.
Die Anreise erfolgte individuell mit dem Zug oder dem Auto. Nach der Ankunft wurden wir vom Klinikteam begrüßt und in das Programm der kommenden Tage eingeführt. Jeder erhielt einen auf seine Krankheit bezogenen Therapieplan.
Neben Einweisungen und Führungen durch die verschiedenen orthopädischen Bereiche hatten wir die Möglichkeit, ausgewählte Therapien, z.B. Hydrojet-Massage, Fangopackung, Wassergymnastik, anzuwenden.
Von einem Therapeuten wurden wir mit den Trainingsgeräten, u.a. Fahrradergometer, im Trainingsraum vertraut gemacht. Sowohl diesen Raum als auch die Schwimmhalle und den Ergotherapie-Raum konnten wir nach den offiziellen Zeiten persönlich nutzen. Unsere Kenntnisse über die Ernährung bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen frischten wir bei einem Vortrag auf, der von einer Ernährungsberaterin sehr locker dargeboten wurde.
In unserer Freizeit erkundeten wir die Umgebung der Klinik mit dem Gradierwerk, das es so in seiner Bauart nur einmalig in Deutschland gibt. Salzhaltige Luft schnuppern und Technik bestaunen – das Gradierwerk war für uns der perfekte Mix aus Therapie und Handwerk. Die Stadt selbst ist mit dem Kurpark, dem Käthe-Kruse-Museum und anderer schöner Bauten sehenswert. Es muss nicht immer eine Schiffsfahrt unternommen werden, eine Überfahrt mit der historischen, noch immer handbetriebenen Personenfähre über die Saale war sehr interessant.
Ein kleines kulturelles Programm gab es abends am Himmelfahrtstag. Wir wurden zu einer Wortspiel-Rätselstunde eingeladen, bei der alle Anwesenden aus Bildern und Zeichnungen Begriffe zu erraten hatten. Es war ein sehr lustiger Vortrag von Herrn Tilo Richter.
Frau Kühnert, die Leiterin dieser Klinik, lud unsere Gruppe zu einem Gespräch ein. Sie berichtete über die Entstehung der Klinik und wie sich das Konzept mit den Jahren geändert hat. Vor Corona gab es als Angebot noch sogenannte Kurreisen, aber eine Selbsthilfegruppe war dort noch nie zu Gast. Deshalb wollte sie uns und das Miteinander in unserer Gruppe näher kennenlernen.
Auch abseits des Programms stimmte alles: Das Essen war gut und trotz des durchgehend regnerischen Wetters war die Stimmung in der Gruppe toll. Fünf Tage voller Austausch, Lachen, Therapien und Teamgeist. Selbstverständlich wurde abends Rommé gespielt.
So macht das Gruppenleben Spaß!
Danke an alle, die dabei waren.
Gruppensprecherin: Britta Ebeling
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