Meldung

Reisebericht der Weißenfelser Selbsthilfegruppe „Morbus Bechterew“

Kurzkur im Thermalbad Wiesenbad – 18. bis 21. Oktober 2025

Vom 18. bis 21. Oktober 2025 unternahm unsere Selbsthilfegruppe „Morbus Bechterew“ aus Weißenfels eine gemeinsame Kurzkur ins idyllisch gelegene Thermalbad Wiesenbad im wunderschönen Erzgebirge. Schon bei der Ankunft wurden wir herzlich empfangen und fühlten uns sofort willkommen.

Die traditionsreiche Kurklinik in Wiesenbad präsentiert sich seit Kurzem in neuem Glanz – das Hauptgebäude wurde umfassend saniert und modernisiert. Helle, freundliche Räume, barrierefreie Zugänge und ein modernes Ambiente trugen wesentlich dazu bei, dass wir uns während unseres Aufenthalts rundum wohl fühlten. Auch die gepflegte Parkanlage rund um die Klinik lud zu Spaziergängen und Gesprächen in kleiner Runde ein.

Erholung und Energie

Während unserer vier Tage in Wiesenbad konnten wir verschiedene Therapie- und Behandlungsangebote wahrnehmen, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Morbus Bechterew abgestimmt waren. Dazu gehörten wohltuende Thermalbäder, Heißluftanwendungen, Massagen sowie gezielte Bewegungstherapien, die uns halfen, die Beweglichkeit zu fördern und Schmerzen zu lindern. Besonders angenehm war die ruhige, familiäre Atmosphäre, in der man sich als Patient und Gast gleichermaßen geschätzt fühlte.

Ein großes Lob möchten wir dem gesamten Team der Kurklinik aussprechen. Ob im Service, in der Therapie oder an der Rezeption – überall begegnete uns Freundlichkeit, Geduld und echtes Interesse. Das Essen war ausgezeichnet: abwechslungsreich, frisch und liebevoll angerichtet. Auch Sonderwünsche wurden stets berücksichtigt, was nicht selbstverständlich ist.

Fachlicher Input und ein Ausflug in die Umgebung

Ein besonderer Höhepunkt unseres Aufenthalts war der Arztvortrag von Frau Jana Keller zum Thema „Selbstheilungskräfte bei Morbus Bechterew“.
Mit großem Engagement und Fachwissen erläuterte sie, wie wichtig es ist, die eigenen körperlichen und seelischen Ressourcen zu aktivieren, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Sie zeigte praxisnahe Wege auf, wie Bewegung, Achtsamkeit, Ernährung und eine positive Lebenseinstellung helfen können, die Selbstheilungskräfte zu stärken. Viele Teilnehmer fühlten sich durch den Vortrag motiviert, neue Impulse in ihren Alltag mitzunehmen.

Natürlich nutzten wir auch die Gelegenheit, die reizvolle Umgebung des Erzgebirges zu erkunden. Besonders beeindruckend war unser Ausflug nach Geyer, wo wir die berühmte „Binge“ besichtigten – ein gewaltiger Einsturzkrater, der vor rund 200 Jahren durch den Zusammenbruch eines alten Silberbergwerks entstand. Die gewaltigen Felswände und die Geschichte dieses ehemaligen Tagebaus vermittelten einen spannenden Einblick in die Bergbauvergangenheit der Region.

Anschließend besuchten wir die „Greifensteine“, eine markante Felsformation unweit von Geyer. Der Ort ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch geschichtsträchtig: Hier soll der legendäre Wildschütz Karl Stülpner gelebt haben, der im Erzgebirge bis heute als Volksheld gilt. Die Aussicht und die frische Herbstluft machten diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Gemeinschaft und Ausblik

Neben den therapeutischen Anwendungen kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Bei gemeinsamen Mahlzeiten, Spaziergängen und gemütlichen Gesprächsrunden am Abend entstand ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das uns allen guttut und uns in unserem Alltag mit der Erkrankung stärkt.

Zum Abschluss waren sich alle einig: Die Kurzkur in Wiesenbad war ein rundum gelungenes Erlebnis – erholsam, informativ und stärkend für Körper und Seele. Wir danken der Klinikleitung, den Mitarbeitern sowie Frau Jana Keller herzlich für ihre Zeit, ihr Engagement und ihre herzliche Art.

Mit vielen positiven Eindrücken und neuer Energie kehrten wir nach Weißenfels zurück – in der Hoffnung, dass dies nicht unser letzter Besuch im schönen Thermalbad Wiesenbad war.

Andreas Hauffe

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